QR-Codes für schwache Leser

Ich liebe QR-Codes! Sie sind unheimlich einfach herzustellen (auch für Schüler) und mit dem überall vorhandenen Handy ebenso leicht zu nutzen.

Ein für mich sinnvoller Einsatz von QR-Codes ist die Verknüpfung eines Textes mit einer passenden Audio-Aufnahme, um schwächere und langsamere Leser beim Lesen und Textverständnis zu unterstützen.1

Das Ganze kostet keinen Cent, nur ein wenig Zeit:

Mit Hilfe der kostenlosen Software Audacity und eines einfachen USB-Mikros nimmst du den Text auf und speicherst diese Aufnahme als MP3-Datei. (Dazu braucht es den ebenfalls kostenlosen Lame-Encoder, die Einbindung in Audacity ist ein Kinderspiel.)

Aufnahme starten und stoppen in Audacity

 

Pannen und Versprecher einfach löschen

Um die Audio-Aufnahme leichter zugänglich zu machen und Speicherplatz auf dem eigenen Blog zu sparen, lädst du sie am einfachsten auf Youtube hoch.2

Einen eigenen Youtube-Kanal anzulegen ist mit einem Google-Konto (und mindestens jeder Android-Nutzer hat eines) nicht schwer. Hier eine kurze Anleitung.

Da sich auf Youtube nur Videos hochladen lassen, musst du leider vorher die MP3-Datei in ein Video umwandeln. Dazu kannst du mit z.B. dem Windows Movie Maker ein Foto mit deiner Audio-Datei unterlegen und anschließend als Film speichern:

Schritt 1: Ein Foto (Nutzungsrechte beachten!) einfügen.

 

Schritt 2: Die Audio-Aufnahme hinzufügen.

 

Schritt 3: Die Filmlänge an die Audio-Aufnahme anpassen.

 

Schritt 4: Den Film speichern – fertig!

 

Diesen Film lädst du jetzt auf Youtube hoch.

Währenddessen steht der spätere Youtube-Link schon zur Verfügung.

Diesen kopierst du in einen QR-Code-Generator (z.B. goqr.me) und speicherst den erstellten QR-Code auf deinem Rechner.

Als letzten Schritt fügst du diese Bilddatei nun noch in das Textdokument ein, bevor du es druckst und kopierst.

Damit hat jeder Schüler auf seiner Kopie des Textes einen QR-Code, mit dem er während des Lesens gleichzeitig die Audio-Aufnahme mit seinem Handy mithören kann.

  1. Der Einsatz von QR-Codes auf Lernplakaten ist mal einen eigenen Beitrag wert. []
  2. Natürlich kann man sie auch anderweitig zur Verfügung stellen, dann spart man vielleicht sogar den nächsten Schritt. Youtube hat sich nur als am zugänglichsten für die Schüler herausgestellt. []

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